Greenpeace-Anliegen: Migros intensiviert ihre eigenen Bemühungen

von Community Manager am ‎15.02.2013 18:15 (361 Ansichten)


05.03.13: Update

Hallo zusammen

Im Zuge unseres Generation M-Versprechens, dass «bis Ende 2017 alle Textilien der Migros Eigenmarken ökologisch, sozialverträglich und rückverfolgbar produziert werden» (siehe auch Update vom 01.03.) hat Greenpeace in ihrem Blog Stellung genommen. Gerne berichtigen wir hier einige Vorwürfe:

Vorreiterrolle: Greenpeace fordert den Verzicht auf 11 Chemikaliengruppen in der Textil-Produktion bis 2020. Dieses Ziel hat die Migros bei 2/3 ihrer Bekleidung bereits umgesetzt. Ende 2017 werden es 100% aller Textilien der Migros-Eigenmarken sein (Textilien inkl. Bekleidung). Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, welches die zentrale Forderung von Greenpeace schneller umsetzt als die Migros.

Eco-Standard geht über Detox hinaus: Mit dem Eco-Standard geht die Migros sogar zwei Schritte weiter als Greenpeace: Der Eco-Standard stellt zusätzlich sicher, dass die Textilien sozialverträglich hergestellt werden. Der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz sind gewährleistet. Ein weiterer Pluspunkt ist die Rückverfolgbarkeit: Bei jedem Arbeitsschritt werden alle verwendeten Chemikalien erfasst und auf ihre Unbedenklichkeit kontrolliert. Die Produkte lassen sich bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen.

Schnelles Handeln: Greenpeace fordert den sofortigen Verzicht auf drei besonders kritische Chemikaliengruppen. Die Migros hat dies per Ende 2012 bereits bei 65% ihrer Bekleidung zu 100% (PFC-frei) bzw. zu 80% (frei von APEOs und Phthalaten/Weichmachern) umgesetzt. Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, das in der Umsetzung bereits so weit ist wie die Migros. Und wir gehen noch weiter: Ziel ist, dass das Verbot für diese drei Chemikaliengruppe möglichst schnell für alle Textilien der Migros Eigenmarken gilt. Den Zeitpunkt kommunizieren wir, sobald wir die Umsetzung bei unseren Lieferanten sowie die entsprechenden Kontrollen sicherstellen können.

Transparenz: Die Migros publiziert die aktualisierte Liste der eingeschränkt nutzbaren Substanzen bis Ende März 2013 auf ihrer Website (RSL-Liste). Sie gilt für alle Textilien der Migros Eigenmarken. Die Umsetzung ist Ende 2017 abgeschlossen. Gleichzeitig werden wir alle Migros-Lieferanten auffordern, ihre Daten über die Abgabe kritischer Stoffe in der Wertschöpfungskette zukünftig transparent zu machen, zum Beispiel auf einer geeigneten Online-Plattform.

Zusammenarbeit mit Greenpeace: Die Migros schätzt Greenpeace als unabhängige NGO. Für die Umsetzung des gemeinsamen Ziels, 11 kritische Chemikaliengruppen aus der Textilproduktion zu verbannen, arbeitet die Migros nicht mit Greenpeace zusammen. Die Migros leistet bereits seit 1996 ihren Beitrag daran, dass die globale industrielle Wasserverschmutzung gestoppt wird. Die Umsetzung des Eco-Standards geht längst über die Stufe „Commitment“ (Absichtserklärung) hinaus. Uns ist kein Unternehmen weltweit bekannt, dass bereits so stark wie die Migros in der Umsetzung von dem ist, was Greenpeace heute fordert.


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01.03.13: Update 
 

Hallo zusammen

Herzlichen Dank nochmal allen für die Geduld. Wir haben uns am Montag mit Greenpeace getroffen.
In einem beidseitig engagiert geführten Gespräch ist eines schnell klar geworden: wir sind uns im Ziel absolut einig. Die von Greenpeace aufgeworfenen Probleme müssen global und möglichst schnell gelöst werden.
 
Greenpeace hat  den Migros Eco-Standard positiv beurteilt, was uns sehr freut. Der Eco-Standard verlangt von allen Lieferanten, dass sie auf kritische Chemikalien in der Produktion konsequent verzichten. Zusätzlich müssen alle Arbeitsschritte und Produkte bis zu ihrem Ursprung rückverfolgbar sein.

Das heisst, wir fordern Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette Die Migros ist damit die einzige Detailhändlerin weltweit, die bereits heute umsetzt, was Greenpeace fordert.

Den Eco-Standard werden wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen, etwa mit dem Verzicht zusätzlicher Chemikalien, die in der Produktion nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Damit sind alle kritischen Stoffe berücksichtigt, die Greenpeace eliminiert haben will.
 
Bereits Ende 2017 werden alle Textilien der Eigenmarke Migros den strengen, angepassten Eco-Richtlinien und somit zu 100% den Detox-Produktionsanforderungen entsprechen.
 
Auf die Unterzeichnung des Detox-Commitments aber verzichten wir. Die Migros ist  längst über die Stufe «Commitment» hinaus und bereits seit Jahren an der Umsetzung. Vor diesem Hintergrund schätzen wir die von Greenpeace angestossene Diskussion und die globale Bewegung sehr.

Konkret werden wir bis Ende März 2013 auf unserer Webseite eine aktualisierte Liste mit allen Chemikalien publizieren, die künftig nicht mehr verwendet werden dürfen. Dies betrifft das gesamte Textil- und Bekleidungs-Eigenmarkensortiment. Die Umsetzung ist bis Ende 2017 abgeschlossen.

Was ab dann unseren Richtlinien nicht entspricht, nehmen wir aus dem Sortiment.
 
 
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21.2.2013: Update
 
Das Gespräch mit Greenpeace Schweiz findet am kommenden Montag statt. Nach diesem Gespräch werden wir auf Migipedia über das Ergebnis informieren. Wir freuen uns auf den Dialog.


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19.2.2013: Update
 

Hallo zusammen
 
Wir haben Greenpeace gestern zum Gespräch eingeladen. Sie haben uns für nächste Woche zugesagt. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und halten euch hier auf dem Laufenden.



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15.2.2013: Update «Greenpeace-Anliegen: Migros intensiviert ihre eigenen Bemühungen»
 

Hallo zusammen
 
Vielen Dank für die vielen Mitteilungen, die wir erhalten haben. Wir hoffen auf euer Verständnis, dass wir nicht einzelne Kommentare beantworten können. Wir haben euch aufmerksam zugehört und Fakten gesammelt. Die Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir für euch hier zusammengestellt.


Frage: «Migros hat den Dialog mit Greenpeace zum Thema Detox verweigert. Migros müsste doch mit Greenpeace zusammensitzen. Verweigert die Migros die Diskussion?»
 
Die Migros pflegt den regelmässigen Kontakt mit wichtigen Anspruchsgruppen. Dazu gehört auch Greenpeace: Die Migros hat Greenpeace am 3. Juli 2012 in Zürich zum jährlichen Meinungsaustausch getroffen. Seit Juli 2012 stand die Migros mehrmals telefonisch und schriftlich in Kontakt mit Greenpeace bezüglich Detox-Commitement 2020 und eco-Standard. Leider hat Greenpeace mehrere Einladungen zum Gespräch ausgeschlagen und sich auf die Detox-Kampagne konzentriert. Gestern hat Greenpeace uns nun mitgeteilt, dass sie zu einem Gespräch mit uns bereit sind. Dieses Angebot werden wir gerne annehmen.
 

Frage: «Migros hat keine offizielle Antwort zur Anfrage gegeben, ob sie das «Detox Solution Commitment» unterzeichnen wird. Wann kommt die Antwort?»
 
Greenpeace hat unsere Antwort bereits: Am 28. September 2012 hat die Migros Greenpeace per Mail mitgeteilt, dass wir das Detox-Commitment 2020 zum aktuellen Zeitpunkt nicht unterzeichnen.
 
 
Frage: «Weshalb unterzeichnet die Migros das Detox-Commitment 2020 nicht?»
 
Wir unterstützen die Bemühungen von Greenpeace zu 100 Prozent. Aber wir sind überzeugt, dass wir die Forderungen von Greenpeace weitgehend mit dem eco-Standard bereits abdecken. Die Migros hat diesen Standard bereits 1996 mit der unabhängigen Organisation «gsm Köln» zusammen erarbeitet und laufend weiter entwickelt. Heute ist bereits ein grosser Teil des Bekleidungssortiments eco-zertifiziert. Diesen Anteil wird die Migros  in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. Zurzeit gibt es auf dem Markt keinen vergleichbaren Standard.
 
Wir sind laufend daran abzuklären, wie wir das Textilsortiment weiter verbessern und gänzlich auf kritische Stoffe verzichten können. Dazu gehören der Ausbau des eco-Standards sowie Qualitätssicherungsmassnahmen, die laufend den neuesten Erkenntnissen und wissenschaftlichen Fakten angepasst werden. Eine Herausforderung stellen insbesondere Stoffe in Textilien mit Spezialfunktionen dar, wie zum Beispiel Outdoor-Artikel (Wasser abstossend, Wind abweisend). Das wissen wir aufgrund unserer Erfahrungen, die wir in den letzten 18 Jahren in Zusammenarbeit mit Experten und der Industrie gemacht haben.
 

Frage: «Das eco-Programm scheint nicht in der Lage zu sein, Giftstoffe aus Textilien zu verbannen oder sagt nicht, bis wann. Ist eco nur Greenwashing?»
 
Die von Greenpeace kritisierten Stoffe sind bereits heute in der Herstellung von Migros-Textilien verboten, die dem eco-Standard entsprechen. Bei den nachgewiesenen Werten handelt es sich um derart geringe Ausprägungen, die weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Selbst wenn in der Produktion auf die Stoffe verzichtet wurde, lässt sich eine geringfügige Verunreinigung am Produktionsort, beim Transport oder in einem Lager heute nicht gänzlich vermeiden.
Am Mittwoch hat die Migros die Kinderjacke „Trevolution“ (nicht aus dem eco-Programm) aus dem Sortiment zurückgezogen, weil sie nicht der Migros-Qualitätsrichtlinie entsprochen hat. Der nachgewiesene Weichmacher „Phtalat“ ist in allen Migros-Produkten verboten.
 

Frage: «Wieso droht die Migros Greenpeace mit einer Klage?»
 
Die Migros hat Greenpeace nicht mit einer Klage gedroht. Greenpeace hat die geschützten Marken „Migros“, „M“, „Generation M“ sowie den Claim „Ein M besser“ zweckentfremdet und rufschädigend in ihrer Kampagne verwendet. Deshalb hat die Migros Greenpeace am Donnerstag schriftlich aufgefordert, die entsprechenden Drucksachen sowie alle elektronischen Darstellungen nicht mehr zu verwenden. 


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13.2.2013

Auf Facebook, Twitter und Migipedia erhalten wir momentan hunderte von Anfragen und Beschwerden zur Greenpeace-Studie zum Thema «Schadstoffe in Textilien». Für jede einzelne Rückmeldung danken wir herzlich. Wir hoffen auf euer Verständnis, dass wir uns nicht mit allen auf eine engagierte Diskussion einlassen können.

Kurz zum Hintergrund: Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ hat am Mittwoch am Eingang zur Filiale am Limmatplatz beine Protestaktion durchgeführt und die Migros aufgefordert, ein so genanntes "Detox Solution Commitment" zu unterzeichnen. Dieses soll bis ins Jahr 2020 eine vollständig Nulltoleranz bezüglich Chemie in Textilien garantieren. 

Die Migros ist jedoch überzeugt, dass die gleichen Ziele mit ihrem bereits 1996 lancierten Programm „eco“ besser erreicht werden können. In diesem Programm werden bereits heute rund 70% der Migros-Bekleidung nach besonders strengen Richtlinien produziert. Die Stärke des „eco“-Programms liegt darin, dass es bereits bei der Produktion der Textilien den Einsatz von Schadstoff konsequent vermeidet.

Das „Detox Solution Commitment“ von Greenpeace strebt eine Null-Toleranz gegenüber gewissen Inhaltsstoffen vor. Dies erachtet die Migros aus produktionstechnischen Gründen momentan als nicht realistisch. Durch unsere Erfahrungen der letzten 18 Jahre und die Zusammenarbeit mit Experten und der chemischen Industrie kennen wir die Grenzen der Machbarkeit und arbeiten kontinuierlich an Lösungen, soweit es in unserem Einflussbereich möglich ist.

Die Migros hat gegenüber Greenpeace mehrfach bekräftigt, dass sie dem Detox-Ziel der Vermeidung schädlicher Chemikalien entlang der gesamten Wertschöpfungskette positiv gegenüber steht. Sie begrüsst  die internationale Initiativen zur Verbesserung der Situation in der Textilproduktion.
 
Als Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern nimmt die Migros eine Schlüsselrolle ein wenn es darum geht den nachhaltigen Konsum zu fördern. Obwohl wir unsere Produkte nicht selbst produzieren, fühlen wir uns dem sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen verpflichtet und setzen dabei auf unser Migros eigenes eco-Programm. Unser Commitment gilt den Kundinnen und Kunden der Migros

Es ist uns wichtiger, ein Versprechen an die Kunden und nicht an Greenpeace abzugeben. Ein Versprechen ist nicht seriös, wenn Zweifel an der Realisierbarkeit bestehen. Zumindest ist es nicht unsere Art. 

In der am Mittwoch veröffentlichten Greenpeace-Studie „Schadstoffe in Textilien“ wurden unter anderem bei der Migros-Marke „Trevolution“ Rückstände von chemischen Weichmachern gefunden. Die Rückstände lagen zwar weit unter den gesetzlichen Grenzwerten, trotzdem hat die Migros die Jacke aus eigenem Antrieb aus dem Sortiment genommen.

Die Migros teilt die Absicht von Greenpeace und teilt ihre Ziele, Giftstoffe aus Textilien zu verbannen. Auch im Rahmen des laufenden Dialogs der Migros mit Greenpeace legt die Migros Wert auf das Wissen und das kritische Feedback der Umweltorganisation.

In diesem Sinne hoffen wir auf engagierte, interessante Voten und eine nachhaltige Diskussion. Wir halten euch hier auf dem Laufenden.

Grüsse
Sergio, Migipedia-Team



Infos zum Programm eco
Alles Wissenswerte über die Migros eco-Kriterien


 


 

Kommentare
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von GastM am ‎13.02.2013 19:44
Hallo Migros :) Liest sich ganz nett - und zugleich ausweichend!

Erstens: Was spricht dagegen, die heute 70% auf 100% innerhalb des eco-Labels zu produzieren?

Zweitens: Heisst die obige Antwort denn, dass trotz der Bezeichnung "eco" in entsprechend gelabelten Kleidungsstücken nach wie vor giftige Inhaltsstoffe verwendet werden?

Drittens: Die Migros wird also "ihre Anstrengungen verstärken, auch die unter dem Grenzwert liegenden Belastungen eliminieren zu können" - eliminieren heisst, ganz darauf zu verzichten. Wenn das nicht ein euphemistisch verwendeter Begriff ist, unterschreibt doch das Greenpeace-Commitment, oder habt ihr Angst vor Verbindlichkeit? :)
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von muemax am ‎13.02.2013 19:44
Liebe Migros
Leider wird meine Antwort (mit der Umweltschutzorg. an die Migros gerichtet) als Spam abgetan. Das ist sicher nicht der richtige Weg, um mit Kundenwünschen umzugehen. Das zeigt sich auch mit Ihrer Entscheidung, das Problem nicht in der Sache, sondern bei der Kundenmitteilung zu orten. Wir tragen heute Verantwortung für alles was wir entscheiden. Was würde Dutti dazu sagen? Diese Zeiten sind vorbei - das ist auch eine Ausrede. Aber, wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte. Das Zitat ist etwas neueren Datums (1989), was zeigt, dass die Impulse "aus dem Morgen" nicht einfach beiseite geschoben werden können. Unter Zwang zu lernen ist zudem viel mühevoller; in Freiheit mit Vorbildcharakter lässt sich viel Propaganda zu und erscheint in einem positiven Rahmen.
Freundliche Grüsse
Max Müller
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von GastM am ‎13.02.2013 19:46
Auf das halbherzige wohl mehr als Greenwashing zu bezeichnende Programm „eco“ kann ich verzichten. Ich will echten Verbraucherschutz - umfassend und transparent. Jeder Kunde sollte sehen können, wo und am besten auch unter unter welchen Bedingungen die Ware produziert wurde.
Wichtig finde ich auch, dass die Ware für den Transport und die Lagerung nicht mit giftigen und in der EU verbotenen Fungiziden behandelt wird, wie man es leider in diesem Film sieht http://youtu.be/IMB89JSPuZA

Die Greenpeace Forderungen werden wohgl kaum so utopisch sein, wie es von Migros dargestellt wird. Schließlich habe sind diesen Forderungen schon viele Textilmarken, wie H&M, Puma, Adidas, Nike, Zara, ... gefolgt ( http://www.greenpeace.org/international/en/campaigns/toxics/detox/ ).

Also Migros
DETOX THE FUTURE
für die Gesundheit der Menschen und eine saubere Umwelt.
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von GastM am ‎13.02.2013 19:58
Danke für die Stellungsnahme! Als Kundin der Migros unterstütze ich trotzdem weiterhin die Anliegen und Anforderungen von Greenpeace, denn das Eco Programm erscheint mir nicht ausreichend. Warum nur 70% und nicht 100? Ich schlage vor, Greenpeace' Vorgaben direkt in dieses Programm aufzunehmen, so wird es glaubwürdoger und entspricht besser den Interessen der Kunden. Chemische Gifte in Kinderkleidung sind auch im Bezug auf das GenerationM Projekt völlig inakzeptabel.
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von GastM am ‎13.02.2013 20:23
Das war ja nun eine wirklich halbherzige Stellungnahme. "aus produktionstechnischen Gründen als nicht realistisch"...aber hallo?? Seit wann bestimmen zu Zulieferer, wie giftig ein Produkt sein soll?
Genauso, wie der Konkurrent dafür verantwortlich ist, dass die Lasagne hochwertiges Rindfleisch statt Gammelpferd enthält, genauso verhält es sich bei Kleidern, die allesamt giftfrei sein sollten.
Die Migros sollte mit gutem Beispiel voran gehen. Lieber halt etwas teurer und ökologischer produzieren, statt unnötig Reputationsschäden riskieren.
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von GastM am ‎13.02.2013 20:26
Umwelt schützen ja, radikal und intolerant sein nein.
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von GastM am ‎13.02.2013 20:27
daher unterstütze ich die Migros in ihrer Umsetzungsweise.
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von GastM am ‎13.02.2013 20:58
Die 17 Firmen, die bisher dem Detox Commitment zugestimmt haben, fanden offenbar nicht, die Forderungen seien unrealistisch, sondern sie haben erkannt, dass sie als Auftraggeber die Macht und die Möglichkeit haben, auf giftfreie Mode zu setzen. Coop kann das auch, warum die Migros nicht?
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von GreenpeaceSchweiz am ‎13.02.2013 21:08
Giftfreie Kleidung: Was Coop kann, muss auch für Migros möglich sein!

Die Greenpeace-Studie «Schadstoffe in Textilien» (http://www.greenpeace.ch/migros) zeigt klar, dass Migros' bisherige Bemühungen nicht genügen, um giftfreie Kleider zu garantieren. Andere respektable Firmen, darunter Coop, Zara, Levis, Benetton, C&A, H&M und der englische Detailhändler Marks and Spencer sind jedoch überzeugt, dass es möglich ist, giftfreie Kleidung zu produzieren. Warum sollte Migros dazu nicht fähig sein?
Migros muss jetzt sofort Massnahmen ergreifen, um eine giftfreie Produktion zu erreichen. Dies muss Migros nicht für Greenpeace tun, sondern für seine eigenen Kunden, für die Umwelt und für alle Menschen, die in den Ländern leben, wo Migros-Kleider produziert werden. Denn sie leiden am meisten an der Wasserverschmutzung, die die Textilindustrie verursacht. Greenpeace ist gerne bereit mit Migros über ein Detox Solution Commitment zu diskutieren, doch bisher hat Migros dies abgelehnt. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Migros statt ein M giftiger ein M besser wird.

Detox-Grüsse
Mirjam, Greenpeace-Team
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von GastM am ‎13.02.2013 21:09
Wenn Coop das kann, wird die Migros das wohl auch noch hinkriegen oder? Ich habe nämlich keine Lust einen längeren Weg mit dem Bus auf mich zu nehmen nur um mit einem guten Gewissen einkaufen zu gehen!!
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von GastM am ‎13.02.2013 21:23
HEI MIGROS - SCHLUSS MIT DEM GREENWASH!
Mehr als ein Dutzend Firmen, inklusive Coop!, könnens ja auch:
Detox, aber subito!!!
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von GastM am ‎13.02.2013 21:55
Zitat Migros: "Ein Versprechen ist nicht seriös, wenn Zweifel an der Realisierbarkeit bestehen."
Und ich sage: Ein Versprechen ist unglaublich viel wert, auch wenn zur Zeit noch nicht klar ist, wie das Versprechen realisiert werden kann. Sonst setzt sich nichts in Bewegung, sonst bleibt halt alles beim Alten, sonst gibt es keinen Fortschritt. Mit so einer Haltung erreicht man natürlich gar nichts...
Wenn andere grosse Unternehmen, sogar ausschliessliche Bekleidungsunternehmen sich zu diesem scheinbar "unrealistischen" Versprechen verpflichet haben, dann kann das Migros auch.
ALSO: Nulltoleranz beim Einsatz von Giften in Kleidern bis 2020!!!
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von GastM am ‎13.02.2013 21:56
klar ist es bequemer sich an eigenen Labels mit schönen Namen anstelle von externen konsequente forderungen zu halten.. alle andern schaffens ja auch, wieso denn die migros nicht?
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von GastM am ‎13.02.2013 21:59
Wenn die Unternehmen es nicht selber merken, muss Greenpeace darauf hinweisen. Mit Guerilla hat das nicht zu tun. Oder möchten Sie noch mindestens 7 Jahre mit Giften - kaum geschützt - arbeiten. Denken Sie an die wehrlosen TexitilarbeiterInnen.
Das ist zu verachten, sie so allein zu lassen!
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von GastM am ‎13.02.2013 22:01
Liebe Migros
Ich finde es wirklich toll, dass Sie mit dem Programm "eco" bereits jetzt 70% der Kleidung nach strengeren Richtlinien produzieren. Ist es wirklich nicht möglich, innert 7 (!!) Jahren die Produktion so umzustellen, dass die Produkte in Zukunft giftfrei sind?
Die Gefahr besteht nämlich nicht nur in der Schweiz, wo Kinder die Migros-Regenjacken tragen, welche giftige Stoffe enthalten, sondern ebenfalls in den Produktionsländern, wo die Mitarbeiter tagtäglich mit den giftigen Chemikalien in Kontakt kommen.
Migros sollte auch hier zeigen, dass sie ein M Menschenfreundlicher, uMweltverantwortlicher und besser ist!
Herzlichen Dank!
J.S.

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von GastM am ‎13.02.2013 22:17
@acko: du arbeitest wohl bei der migros... wenn man alle deine netten kommentare anschaut, kann man sich kaum etwas anderes vorstellen. lustig und bitzeli peinlich!
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von GastM am ‎13.02.2013 22:32
Die "Bemühungen intensivieren" reicht nicht, liebe Migros. Andere können es auch, wieso ihr denn nicht?
Also bitte, statt "ein M giftiger" macht es besser! Nicht für Greenpeace, für unsere Zukunft...
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von GastM am ‎13.02.2013 22:35
An Migros - und Yvonne von Migros

Ihr behauptet hier, im Dialog mit Greenpeace zu stehen - GP wiederspricht dem klar.
Der Dialog findet schon lange nicht mehr statt. Das, was Migros m.E. hier betreibt ist das übermässige verdrehen von Tatsachen zur Beruhigung von Kunden. Andere würden es als Lüge bezeichnen.
Ich habe schon länger nicht viel von Migros gehalten, aber dass sich die Firma nicht nur den einfachsten Weg sucht, sondern den Kunden dermassen was vormacht, finde ich eingach nur enttäuschend. Nun ja. Nun habe ich einen Grund für das, was mir mein Bauchgefühl schon lange gesagt hat - und definitiv einen Grund dafür, nicht mehr in der Migros einzukaufen. Zumindest so lange, bis diese endlich eine klare Linie vertritt!

Regula
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von GastM am ‎13.02.2013 23:07
Herzlichen Dank an Greenpeace - als Verbraucher bin ich froh um diese Stichproben, die die Wahrheiten ans Licht bringen; jeder Einzelne kann das nicht selber tun.
Der Migros rate ich zu etwas mehr Selbstkritik und weniger Abwiegelei - ein äusserst gschämiges Statement.

Christoph
(PS: Damit niemand Mutmassungen anstellen muss: Ich unterstütze Greenpeace seit Jahren.
PPS: Ich kaufe sowohl in der Migros (in Zukunft weniger) wie im Coop (in Zukunft vermehrt) ein.)
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von GastM am ‎13.02.2013 23:12
Ich möchte nun aber doch gerne von der Migros ein Statement, wie es dazu kommt, dass der "Dialog", in dem Migros mit Greenpeace sein soll, von Greenpeace als "seit langem nicht mehr geführt" bezeichnet wird.

Ich fühl mich ziemlich verarscht, liebe Migros

Ein zahlender Kunde
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von GastM am ‎13.02.2013 23:13
Nachtrag:

"Zahlender Kunde" trifft es wohl bald nicht mehr, wenn Migros sich weiterhin wie ein 4-Jähriger aufführt, dem man den Lolli geklaut hat.
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von GastM am ‎13.02.2013 23:25
Migros behauptet in ihrem Statement, Coop sei auf dem Holzweg, ihr eigener "Giftabsenkungspfad" sei zielführender.

Erstaunlich nur: Wer die Tabellen des Greenpeace-Reports überfliegt, sieht auf den ersten Blick, dass bei Coop bei den einzelnen Schadstoffen viel häufiger n.n steht (nicht nachweisbar) als bei der Migros.

Was, liebe Migros, meinst du nun genau mit deiner Aussage in deinem husch-husch zusammengebastelten Statement? Zitat: "Die Migros ist jedoch überzeugt, dass die gleichen Ziele mit ihrem bereits 1996 lancierten Programm „eco“ besser erreicht werden können."

Bin gespannt, was für ein Donnerwetter es bei der Migros für dieses echt behämmerte Statement geben wird, wenn die für Marketing- und Kommunikation-Verantwortlichen aus ihren Skiferien oder morgen früh von ihrem Feierabend zurück sind. Die Greenpeace-Aktion scheint die Migros völlig auf dem falschen Fuss erwischt zu haben.


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von GastM am ‎13.02.2013 23:31
grosse marktplayer findens realistisch. ihr nicht. vielleicht mal über die bücher?
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von GastM am ‎13.02.2013 23:31
grosse marktplayer findens realistisch. ihr nicht. vielleicht mal über die bücher?
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von GastM am ‎13.02.2013 23:35
"Ein Versprechen ist nicht seriös..." ???
Es geht hir um einen verbintlichen Vertrag, der auch auf einhaltung kontroliert wird.
Wenn ein Versprechen nicht seriös ist, ist wohl die ganze GENERATION M Werbung mit ihren Versprechen nicht seriös !?
Gruss Fleischi
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von GastM am ‎13.02.2013 23:50
dgadgadsga
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von GastM am ‎14.02.2013 00:14
Puma, Nike, Adidas, H&M, Zara, Levis, Coop und viele mehr schaffen es ein Commitment abzugeben, und die Migros will dazu nicht in der Lage sein? Schreibt aber auf der eigenen Website:
«Wir alle sind für die Zukunft der nächsten Generation verantwortlich. Mit verbindlichen Versprechen und konkreten Projekten übernimmt die Migros Verantwortung und leistet einen Beitrag an die Zukunft, die wir uns alle wünschen», Migros auf Generation M Site (http://www.migros.ch/generation-m/de/nachhaltigkeit/generation-m/ueber-generation-m.html)
Ist das eine kosequente Politik in Sachen Nachhaltigkeit?
Wird man hier als mündiger Kunde behandelt?
Wo bleibt das «verbindlichen Versprechen», siehe Zitat?
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von GastM am ‎14.02.2013 00:37
Wenn Migros schon so bemüht wäre, wie dieses Statement vorgibt, wären ja jetzt keine derartigen Gifte nachweisbar. So einfach ist das. Also Schluss mit diesem unglaubwürdigen Marketing-Gerede und sofort entgiften!
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von GastM am ‎14.02.2013 00:46
Mit dem Verschweigen der Giftigkeit der verwendeten Substanzen in den von GP angeprangerten Produkten schadet die Migros wissentlich den Konsumenten.

Wenn man die Gifte angeblich schon nicht vermeiden kann, sollte dem Konsumenten wenigstens nicht vorgespiegelt werden, dass hier ein "rund 70% eco"-Kleidungsstück vorliegt.
100% Detox! Und bis dahin volle Deklaration!!!
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von GastM am ‎14.02.2013 03:37
anstatt marketing-phrasen sind taten gefordert! wenn es all die anderen grossen kleiderproduzenten für möglich halten, solllte doch auch die migros dies schaffen, nicht? ob duttweiler da wohl freude hätte an eurem 70% ja?
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von GastM am ‎14.02.2013 06:28
Interessant dass Greenpeace nichts von den Gesprächen mit Migros weiss wie hier gross gesagt wird... wird wohl noch spannend wer von beiden lügt
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von GastM am ‎14.02.2013 06:49
Eigentlich verstehe ich gar nicht, wie man je etwas produzieren konnte, das Gift drin hat. Ich finde es unverantwortlich gegenüber den Kunden und unserer Welt. Also schnellstens nach andern Lösungen suchen!!!

Christine Güttinger, Beinwil am See
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von GastM am ‎14.02.2013 08:32
Migros-Interesse: Profit > Kunde
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von GastM am ‎14.02.2013 08:33
Jaja, jetzt jammern alle wie schlecht die «Gifte» in den Kleidern seien. Logisch, Gift tönt nicht so gut. Aaaaber: Wenn der Kunde sein Shirt für 10 Franken will, ist das wohl die logische Folge. Und: Habt ihr das Gefühl, dass in der Schweiz was verkauft werden könnte, das derart schlecht, giftig und gesundheitsgefährdend ist?

Überlegt mal das... Migros würde beispielsweise auch sofort das komplette Sortiment auf BIO umstellen, wären die Kunden dafür bereit. Aber nicht alle können sich diesen Luxus leisten.

Also nicht immer voll auf die Migros reinhämmern, nur weil Greenpeace das jetzt mal so polarisierend raushaut. Die kapern auch Schiffe, also kann man wahrscheinlich nicht erwarten, dass auch hier der Konsens gesucht wurde etc.
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von GastM am ‎14.02.2013 08:57
Es ist richtig, nicht einfach unrealisitische Versprechen abzugeben, nach dem Motto: Morgen interessiert's ja niemanden. Erinnert Ihr euch noch an die Diskussion zu den Kampfhunden? Über Nacht unterschrieben unter öffentlichem Druck fast alle Parlamentarier eine Blick-Petition für ein nationales Verbot. Schon einige Tage später krebsten viele wieder zurück. Heute gibt es in vielen Kantonen angepasste und gute Lösungen, aber kein 100%-Verbot. Können wir nicht einfach einen gewissen Realismus walten lassen, bisherige Bemühungen anerkennen, weitergehende Schritte fordern, statt diese hier, jetzt und sofort-Mentalität zu verbreiten?
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von GastM am ‎14.02.2013 11:44
Hallo Sergio vom Migipedia-Team und Migros
Ich empfinde Ihr Statement als grosses blabla eines PR-Profis (sorry ich kann mich nicht anders ausdrücken).
Als Kunde und Miteigentümer der Migros fordere ich Taten statt Worte, eine Deklaration der Giftstoffe, damit ich aussuchen kann was ich kaufe und eine verantwortungsvolle Einkaufs- und Produktionspolitik.
Bis dahin werde ich Migros (zurzeit wirklich ein M schlechter) meiden.
Statt sogenannte Marketingprofis sollte Migros besser Ingenieure und Wissenschafter einstellen um nachhaltigere Produkte herzustellen.
Grüsse Marcel
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von Imperator am ‎14.02.2013 12:00
Ob diese Greenpeace-Studie wirklich so richtig ist ? Ich weiss ja
nicht !
Aber wenn ich bedenke,dass diese Leute,wie bereits einmal erwähnt, auch Schiffe kapern und in zich Fällen Hausfriedensbruch begannen haben und auch immer wieder begehen, um zu protestieren und Protestplakate auf zuhängen. An Gebäuden und Anderem, die nicht Greenpeace oder einem ihrer Mitglieder gehören.
Da glaube ich lieber der Migros !
Die hat sich auch noch nie mit Händen und Füssen gegen die Staatsgewalten ( Polizei ) gewehrt nur weil ihr etwas nicht passt.
Dass man, wann immer möglich auf gewisse Stoffe verzichten muss und man viel mehr der Natur schauen muss ist wohl langsam allen klar und wird auch nie bestritten.
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von GastM am ‎14.02.2013 12:54
ich will kein Gift in den Kleidern, kein Gift im Essen, und ich will, dass die Menschen die Essen/Kleider produzieren anständig davon leben können - ich will im speziellen auch keine Lebensmittel aus "Israel", da diese oft in völkerrechtswidrig bestetzten palästinensischen Gebieten hergestellt werden. Alles klar?
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von GastM am ‎14.02.2013 13:09
Das Problem ist immer dasselbe: Wenn ein Produkt ohne Schadstoffe produziert werden kann, dann kostet es vielfach auch mehr. Oder die Preise werden später mit irgendwelchen 'supersuper-gesund' oder weiss was ich künstlich in die Höhe getrieben.

d.h. wenn es billiger ist weniger gesund oder gar giftig zu produzieren, dann wird man immer bei dem bleiben. weil man die produkte dann auch billiger anbieten kann (=mehr kaufen= mehr umsatz/gewinn) aber das ist nicht nur bei migros so, sondern ist marktwirtschaftlicher standard.

was bringt ein gesunder artikel, wenn ihn dann niemand kauft weil er einfach zu teuer ist..?

von daher wird die migros und auch alle anderen kaum interesse haben da was zu ändern sondern möglichst galant sich aus der sache rauszureden.

zudem darf man nicht vergessen; heute werden viele stoffe durch 'neue' ersetzt (z.B. 'nano' und wie man die alle bezeichnet) wo man noch gar nicht weiss wie diese langfristig wirken. man vermutet es nur.
aber was der hansi nicht weiss macht den kunden nicht heiss
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von GastM am ‎14.02.2013 14:56
Das „Detox Solution Commitment“ von Greenpeace strebt eine Null-Toleranz gegenüber gewissen Inhaltsstoffen vor. Dies erachtet die Migros aus produktionstechnischen Gründen momentan als nicht realistisch.

Wenn ich diese Aussage anschaue, dann überlege ich mir ob wohl alle Unternehmen, die das Commitment unterzeichnet haben, unrealistisch agieren. Ich denke nicht, sondern gehe davon aus, dass "wo ein Wille auch ein Weg" ist.

Besser als Jacken aus dem Sortiment nehmen ist sicher, sie gar nicht ins Sortiment zu nehmen. Klare Einkaufsvorschriften, seriöse Eingangskontrolle und schon sind die Gifte nicht mehr im Laden!
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von Luna_L am ‎14.02.2013 15:39
@gast (der vor 2h16m geschrieben hat): Da stimm ich dir zu, Nano ist mir ziemlich unsympathisch und auch all die andern bis jetzt noch ungefährlichen (da noch zu wenig erfahrung) neuen sachen... evtl sollt auch gerade dort mal angesetzt werden.

@Imperator: voll und ganz zustimm! Diese Greenpeace leute sind mir einfach zu agressiv! Ich habe grundsätzlich nichts gegen Leute die sich für die Umwelt einsetzten und dass auch mal mit protestmarsch oder anderen aufrüttel Aktionen! (bei manchen bringts ja nichts anderes)! Aber wenn ich dann an die Atomkatastrophe von Fukushima denke und was Greenpeace danach für ein riesiger extrem farbiger Flyer verteilt hat (wo ich annehme dass die Druckerfarbe sehr umweltfreundlich war ->Wers glaubt wird seelig *augenroll*) von da an habe ich jegliche glaubwürdigkeit an Greenpeace verloren!
Und schlussendlich gehts eh immer nur um Geld und nochmal Geld! Gibt man den richtigen genug halten sie das Maul!
Ich will damit nicht sagen dass es mir nicht wichtig ist ungiftige, umweltfreundlich produzierte Produkte etc zu kaufen! es ist mir sehr wichtig! Aber niemand kann zaubern und vom einen auf den nächsten Tag die Welt verändern!
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von GastM am ‎14.02.2013 16:05
Liebe Luna

Wenn auf der Welt nur Fatalistinnen leben würden - nach dem Motto: Giftkleider gibt's halt und Fukushima auch und wer dagegen redet sei unglaubwürdig (ziemlich schräge Optik) - dann wäre keine Innovation da und wir lebten noch in der Höhle. Ich unterstütze Innovation, sei es für giftfreie Kleider, sei es für atommüllfreie Energieerzeugung und freue mich sehr, dass diese Sichtweise immer mehr AnhängerInnen gewinnt.
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von GastM am ‎14.02.2013 16:32
Ihr droht Greenpeace nun mit rechtlichen Schritten wegen Verletzung der Marken- und Persönlichkeitsrechte, wegen unlauterem Wettbewerb und Rufschädigung.

Ich finde: hiermit disqualifiziert ihr Euch selber und wollt auf Nebenschauplätze ablenken. Sorry, aber "der / die KonsumentIn" ist nicht so doof, wie Ihr Euch das vielleicht wünscht.

http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Newsblog/coop-entgiftet-migros-droht-greenpeac...
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von GastM am ‎14.02.2013 17:32
Liebe Migros,
ich betrachte Eure neue Linie "GENERATION M" vorallem als PR-Gag um Kunden zu ködern. Wäre es Euch ein ehrliches Anliegen, so würdet ihr alles nur mögliche dransetzen um in den nächsten sieben Jahren alle Giftstoffe aus der Kleiderproduktion (und wohl auch aus anderen Sparten) zu verbannen!
Oder seid ihr inzwischen am gleichen Ort wie alle anderen Konzerne frei nach dem Motto: Gewinnmaximierung steht zu oberst.
Gottlieb Duttweiler hatte damals die Migros aus sozialen Gründen aufgebaut, doch sein Grundgedanke ist wohl Vergangenheit.
Gift in Kleidern ist asozial - gegenüber den Menschen in den Produktionsländern und gegenüber der Menschen die diese Produkte kaufen. Von vergifteten Flüssen, Böden, Pflanzen und Tieren spreche ich jetzt schon gar nicht.
Wenn ihr wirklich gut seid, so schafft ihr das mit dem Entgiften - wenn ich Euch nicht dazu verpflichtet so seid ihr einfach nur noch unglaubwürdig.

MfG,
D. Hoffmann
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von GastM am ‎14.02.2013 17:32
WAS GENAU HABT IHR JETZT VOR? GREENPEACE ZU VERKLAGEN, DAMIT STELLT IHR EUCH ABER INS ABSEITS DU... ICH BIN ENTTÄUSCHT.
EIN MIGROS KIND WENIGER!
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von GastM am ‎14.02.2013 17:34
Hallo Sergio,

tönt gut, Deine Replik! Damit hat sichs aber auch bereits.

Zum eco-Programm: Hat nicht der Test von Greenpeace ergeben, dass auch Eure sogenannten eco-Textilien mit Giftstoffen belastet sind?
Dann tönen Sätze wie:

"Die Stärke des „eco“-Programms liegt darin, dass es bereits bei der Produktion der Textilien den Einsatz von Schadstoff konsequent vermeidet"

wie blanker Hohn.

Nur ein Abschnitt weiter unten tönts dann hingegen so:

"Das „Detox Solution Commitment“ von Greenpeace strebt eine Null-Toleranz gegenüber gewissen Inhaltsstoffen vor. Dies erachtet die Migros aus produktionstechnischen Gründen momentan als nicht realistisch."

Hää? Was gilt nun?

Eco? Also konsequente Vermeidung von Schadstoffen?
Oder Migros: Null-Toleranz aus produktionstechnischen Gründen (momentan) ncht möglich?

Lieber Sergio, damit leistet die Migros sich eine argumentative Nullnummer und beweist (leider), dass heutzutage primär Marketing betrieben wird und dass die Generation M übersetzt Generation Mutlos heisst. Schade!

Ich fühle mich fast ein wenig für dumm verkauft.

Danke, dass den Worten Taten folgen!
Generation M - Versprechen halten oder Klappe zu!
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von GastM am ‎14.02.2013 17:47
"Das „Detox Solution Commitment“ von Greenpeace strebt eine Null-Toleranz gegenüber gewissen Inhaltsstoffen vor. Dies erachtet die Migros aus produktionstechnischen Gründen momentan als nicht realistisch." Das könnte doch den Innovationstrieb anheizen. 18 Jahre Erfahrung hin oder her. Vor 18 Jahren hatten Sie auch noch nicht so viel (in Plastik verpacktes) Biogemüse und Biogemüse wie heute. Und das ist ja z.B. ein schöner Fortschritt. Also ran an den Speck! Das kriegen Sie hin! Und dass Sie Greenpeace verklagen wollen, ist wohl ein Scherz? Ihr Hauptanliegen ist heute Markenschutz? Denken Sie nochmals darüber nach. Coop hats ja auch auf die Reihe gekriegt.
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von GastM am ‎14.02.2013 17:48
Lieber Sergio: Grosses profesionelles Blabla geschrieben, diletantisch vorgegangen (Greenpeace zu verklagen). Das es möglich sein wird, hängt von eurem Einsatz ab!
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von GastM am ‎14.02.2013 17:49
Leider ist das nicht genug! Ihr verdient so viel kohle. Also achtet gefälligst auf die umwelt!!
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von GastM am ‎14.02.2013 17:49
Na los – gebt Euch einen Ruck! Das würde sich doch als Generation M Versprechen gut machen. Aber Bitte nicht wieder mit einem eigenen Label, sondern richtig.