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Betreff: Palmöl

jakarta, auch ich liebe dunkle Schoggi und kaufe die Giandor bei Migros nicht mehr, Palmfett. Bei Lindt hats in vielen Palmfett, da hast du aber Glück gehabt. Die schwarzen Ragusa sind top für mich oder die Torino von Camille-Bloch.

 

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@iti

Ich habe diese Problematik mehrfach angesprochen - wenns nicht die Ölpalme wäre, dann eben die Kokospalme oder Sonnenblumen, Raps, Butter, was weiss ich. In den Mengen und den Konsum- und Produktionsmustern liegt die Knacknuss, nicht an dem „falschen“ Rohstoff.

Mit dem Hintergrundwissen würde dieser ganze Thread ins Wasser fallen; deshalb zur Einfachheit: viele/die meisten nirmalen Schokoladen kommen laut Rezeptur ohne Palmöl aus.
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@jakarta

Die globalisierten Güterströme sind auch für kaum durchschaubar: man ist als Konsument auf Informationen der Medien angewiesen, muss gleichzeitig deren Zuverlässigkeit und Wahrheitswert selbst abschätzen können.

Dass Kokosöl in den Medien (noch) nicht verteufelt wurde liegt daran, dass a) viele Unternehmen dem Kokosöl ein „Öko“-Image verpasst haben, das dem Konsumenten als nachhaltige, gewissensreine Alternative verkauft wird und b), Kokosöl nicht so stark genutzt wird wie Palmöl. Gibt bestimmt noch viele weitere Gründe.
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Da mache ich aber ganz andere Erfahrungen punkto Schoggi.  - Was sucht das Palmöl in Fertigsuppen- und Saucen z.B.?  Sicher wären Sonnenblumen- und Rapsöl nicht problematisch wie Palmöl. In meiner Küche gibts nur Schweizer-Rapsöl und Schweizer-Butter, beides von Migros.   Irgendwo muss die Vernunft beginnen. 

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@Wartenfels Ist keine Frage der Unmöglichkeit, sondern eine strategische Pro-und Kontraanalyse, bei der Palmöl punkto Preis-Eigenschaft-Verhältnis für die meisten Unternehmen die Nase vorn hat. Dazu gehören z. B. auch die Umstellungskosten, die anfallen könnten: neue Lieferanten finden, Rezepturänderung bei möglichst gleichbleibendem Geschmack, konstanter Preis, evtl. Kündigung bisheriger Partnerverträge...etc. Je nach Produkt wäre es lächerlich einfach; bei einem anderen sehr aufwändig.
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Hier noch ein Artikel vom 22.02.18 auf Nachhaltigleben: « Einige Unternehmen haben [...] begonnen, das Palmöl in Produkten durch andere Zutaten zu ersetzen. Das Problem dabei: die Alternativen sind oft mindestens genauso umweltschädlich.

So hat etwa die Migros in einem speziellen Fall auf Kundenwunsch in einer ihrer Margarinen das Palmöl mit Kokosöl ersetzt. Im Vergleich zu nachhaltig zertifiziertem Palmöl, wie es die Migros ausschliesslich verwendet, hat das Kokosöl eine schlechtere Ökobilanz. Die Alternative ist somit nicht nachhaltiger, wie Alexandra Kunz von der Migros im Interview bestätigt. Deshalb sehen sie den Austausch nicht als langfristige Lösung.

[...] Corina Gyssler vom WWF [...] bestätigt: «Palmöl ist ein sehr ertragreiches Öl, alle Alternativen würden viel mehr Fläche für den Anbau benötigen.» [...]

Aber nicht nur weitgereiste Exoten wie Kokos- oder Sojaöl schneiden bei der Ökobilanz unter Umständen deutlich schlechter ab als Palmöl. Auch das in der Schweiz heimische Raps- und Sonnenblumenöl ist nicht unbedingt eine nachhaltige Alternative. [...]

Wer möglichst ökologisch einkaufen möchte, sollte [...] auf Produkte mit nachhaltig zertifiziertem Palmöl setzen (Bio oder RSPO). Das ist laut Corina Gyssler noch immer besser, als Produkte zu kaufen, bei denen die Zutat durch Alternativen wie Kokosöl ersetzt wurde.

Palmöl wird zwar häufig unter sehr umweltschädlichen Bedingungen angebaut. Aber es gibt auch Unternehmen und Organisationen, die sich um einen nachhaltigen Anbau bemühen. Der Standard «Roundtable on Sustainable Palm Oil» kurz RSPO ist hier zu empfehlen. [...]

Zwar erfüllt es laut Gyssler nicht sämtliche Kriterien des WWF. Doch der Standard entwickle sich stetig weiter – und die Nachhaltigkeit zu verbessern sowie Aufklärung zu betreiben seien die einzigen sinnvollen und langfristigen Lösungen. [...] »

https://www.nachhaltigleben.ch/food/palmoel-ist-oft-die-bessere-zutat-4361
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@Kurumi weisst du irgend eine Seite die einheimisches Raps und Sonnenblumenöl genauer belichtet warum es keine bessere Ökobilanz hat? Abgesehen davon spielen ja auch andere Faktoren eine Rolle, wie keine Regenwaldzerstörung die immernoch weiterhin passiert, keine Enteignung des Landes von Einheimischen(das macht die RSPO, belegt), einheimische schweizer Bauern, Betriebe und Fabriken würden gefördert sprich positiv für Arbeitsplätze und Witschaft ect. Ich find das Thema sehr spannend und würd halt gern wissen warum in der Schweiz angebaute Rohstoffe nicht besser sind :)

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Eben, es geht nur um dier Wirtschaftlichkeit, wir wissen, dass die Wirtschaft auch über Leichen geht.

Der Bericht ist Schönfärberei pro Palmöl.  Ich bezweifle, dass Raps- und Sonnenblumenöl eine schlechte Bilanz haen sollen. Unsere Landwirtschaft wäre auf den Absatz dieser Oele angewiesen und könnte vermehrt anbauen. Jetzt, wo man den Bauern mit Fleischimporten das Leben noch schwerer machen will. Auch da geht es nur um die Wirtschaft.

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Doch, Kurumi, es gibt  einen Unterschied zwischen Palmöl und Sonnenblumenöl  -  für letzteres wird kein Regenwald gerodet!!  Bei Raps- und Sonnenblumenöl gibt es weder Menschen- noch Tier-Vertreibung,  sondern Nahrung für die Bienen. Und wie stehts mit dem Transport?  Eben.

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Danke, Bodenseeknusperli, ganz meine Meinung.  Die Landwirtschaft wäre noch so dankbar, wenn sie mehr Abnehmer für Raps- und Sonnenblumenöl hätten.   Jetzt, wo man den Markt für Rindfleisch weit öffnen will....