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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

@Bodenseeknusperli: Wegen der Zuckerwatte hab ich mich ein wenig schlau gemacht. Laut Geo enthält eine grosse Portion Zuckerwatte, wie man sie an der Chilbi bekommt, etwa 3-5g Zucker, also ca 1 Würfelzucker.

Die von der Migros verkaufte Portion von 30g für stolze 3.50 schätze ich auf ca. 1/4 einer grossen Portion auf der Chilbi, also kommen wir hier auf eine verwendete Zuckermenge von ca. 1g. Klar kommen Herstellungs- Verpackungs- & Vertriebskosten dazu, aber man merkt trotzdem auch bei diesem Produkt wiedereinmal, die Marge liegt weit über 50%, denn ich wage zu behaupten, der Einstandspreis liegt unter 1.-

 

@Nina_Migros: Danke fürs Dranbleiben, dass es so lange dauert, wundert mich gar nicht. Ich glaube sogar, dass diese Prozentzahl bei Deinen Bossen schon vor meiner Frage ganz genau bekannt war. Aber weil diese Zahl sehr hoch sein wird, vermute ich, die Frage bei den Verantwortlichen ist nun eher, wollen wir diese Zahl überhaupt bekannt geben und welche Ausrede bringen wir, falls wir sie nicht bekannt geben. Aber warten wir nun mal ab, was man Dich dann dazu verkünden lässt.

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

Richtig, oft gibt es in anderen Läden ein Produkt dass nicht aus China kommt oft billiger. Ihr habt es in der Hand. Man muss halt auch mal vergleichen und nicht einfach aus Bequemlichkeit alles in der Migros einkaufen wollen. China-Produkte werden von mir so weit es geht links liegen gelassen.

 

Noch ein Beispiel innerhalb der Migros: Der Sparschäler von M-Budget ist "Made in Switzerland", derjenige von Cucina & Tavola, der das dreifache kostet kommt aus China.

 

Ähnliche Beispiele gibt es aber auch bei Coop, wo der vergleichbare China-Leim teurer ist als der gute alte Cementit aus der Schweiz.

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

@stecki: Ja, bei Coop gibts diese Beispiele auch, wobei der Anteil der China-Importe bei Coop massiv kleiner ist. Bei Coop habe ich meistens auch die Wahl, ich kann mich fürs Prix Garantie entscheiden, habe meistens aber auch eine in der Schweiz hergestellte, teurere Alternative zur Wahl. Bei Coop kriege ich auch Produkte von Klein- und Kleinstproduzenten der Region, und kann diese unterstützen, ich kann auch die Bergbevölkerung unterstützen, in dem ich die entsprechenden Produkte wähle. Und vorallem hat Coop den bedeutend grösseren Anteil an (wirklicher) Bioware, es wurden schon ganze Produktgruppen der Eigenmarken auf Bio umgestellt, konventionelle Ware gibts dort keine mehr. Und Coop hat es nicht dauernd nötig, das soziale und ökologische Engagement an die grosse Glocke zu hängen, man muss diese Infos richtig suchen. Das wird auch der Grund sein, wieso viele noch heute glauben, die Migros sei sozialer, nachhaltiger oder ökologischer als Coop.

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

So, lieber @riri77, jetzt kann ich endlich etwas antworten. Wie zu erwarten war, wenn wir ehrlich sind, kann ich keine konkrete Zahl nennen. Was aber nicht heisst, dass das so ist weil die Zahl extrem hoch wäre. Ich könnte sie auch bei 1% nicht nennen. Ich persönlich war noch überrascht, dass die Zahl ziemlich tief ist, weil man immer meint es kommt ja fengs alles aus China. Dem ist also nicht so. Es ist auch so, dass der Anteil China-Artikel kaum zunimmt. Das ist darauf zurückzuführen, dass China teurer wird. Oder weil es zu lange dauert oder es einfach der falsche Markt ist um gewisse Dinge zu beschaffen. Also vielleicht kommen im Bereich Haushalt mehr Artikel aus China, dafür in der Bekleidung weniger. Völlig willkürlich gewähltes Beispiel von mir wozu ich keine Zahlen habe sondern es dient also nur dem besseren Verständnis warum der gefühlte Anteil Artikel aus China im Non Food Bereich vielleicht doch nicht so riesig ist, wie man so meint.

 

Ich weiss, du oder ihr wolltet konkrete Zahlen, aber ich glaube es ist schon auch verständlich, dass ein Unternehmen nicht alle möglichen Zahlen herausgibt. Ich habe mit mehr als einer Stelle gesprochen, weshalb es auch so lange gedauert hat. Oder kennst du diese Zahl von Coop? Das würde mich persönlich sonst auch noch interessieren, darfst du gerne teilen wenn du sie kennst :) 

 

Einen schönen Abend allerseits!
Nina

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

Danke für Deine Bemühungen, aber es wundert mich nicht, dass die Migros diese Zahl nicht bekannt gibt, und sorry, dass Du diese Zahl kennst, wage ich zu bezweifeln, das dürfte ja logisch sein.

Es wäre für die Migros ja vermutlich wieder eine peinliche Angelegenheit, wenn man diese Zahl bekannt geben würde, ich weiss aber aus verlässlichen Quellen, dass diese die höchste ist von allen grösseren Detailhändlern der Schweiz.

 

Und wieder muss ich hier sagen, die Eigentümer der Migros dürfen offenbar gar nichts über ihr Unternehmen erfahren, was diese Werbekampagne genau aussagen will (ausser der üblichen Selbstbeweihräucherung), ist mir schleierhaft.

 

Aber schön, hat die Migros hier wenigstens zugegeben, dass der Preis offenbar das wichtigste für die Migros ist, egal, ob man dann dabei ein totalitäres Regime wie in China unterstützt, wo Folter und Mord durch staatliche Organe an der Tagesordnung sind und man nicht mal seine freie Meinung äussern darf.

 

Und da Du ja Coop ansprechen musstest, dort merkt man als Kunde schon selbst, dass der Anteil China-Importe massiv kleiner ist, als bei der Migros! Und da ich bei Coop bei den meisten Produkten stets die Wahl habe, ob ich allenfalls das billige China-Produkt oder die teurere schweizer Variante kaufen will, interessiert mich diese Zahl bei Coop gar nicht, in der Migros bin ich ja meistens gezwungen, den China-Schrott zu überhöhten Preisen zu kaufen!

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

@riri77

 

Es scheint in den letzten Jahren wieder üblich geworden zu sein, dass manche Firmen in der Werbung herrausstreichen, dass sie eine genossenschaftliche Rechtsform haben. Vornehmlich Versicherungen heben dies in letzter Zeit hervor. Da wollte die Migros eben auf den Zug aufspringen und brachte die Kampagne mit den Migros-Besitzern. Es scheint ja auch zu klappen: Anscheinend haben sich seit Kampagnenbeginnt wieder vermehrt als Genossenschafter angemeldet. 

 

Und für den Anteilschein 10 Franken bezahlt. 

 

Nun dürfte klar sein, warum die Migros diese Migros-Besitzer-Kampagne gestartet hat. 

 

Solange Migipedia runde Profilbilder verwendet, bleibt mein Avatar weiss, denn ich unterstütze dieses sehr hart, kalt und unfreundlich wirkende Format nicht!
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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

@AlMiDeCoLi

Naja, es ist ja wohl auch ein Unterschied, ob man nur behauptet, man habe eine genossenschaftliche Rechtsform - was auch bei der Migros der Wahrheit entspricht - oder man behauptet wie die Migros, man sei genossenschaftlich geführt. Und das ist natürlich kompletter Schwachsinn. Die Migros wird wie eine AG durch ein Management geführt, die Genossenschafter haben nicht die geringste Mitbestimmungsmöglichkeit, also nichts da mit genossenschaftlicher Führung.

Man scheint bei der Migros also sogar zu glauben, alle Leute seien strohdumm und man könne mit solchen Lügen arbeiten und keiner würde es merken, das finde ich tragischer, als die Lüge selbst.

 

Und die Migros hat eben keinerlei Interesse an demokratischen Verhältnissen, die eigentlich die Essenz einer Genossenschaft sind. Gesetzmässig sind auch die Migros-Genossenschafter berechtigt, dem Management zb. China-Importe zu verbieten, man braucht nur die einfache Mehrheit der Genossenschafter. Aber wie man schon beim M-Frühling sah, die Migros unternimmt alles, um jegliches Mitbestimmungsrecht der Genossenschafter zu verhindern. Wenn die Migros also noch schamlos behauptet, man habe eine genossenschaftliche Führung, ist das schon eine Frechheit. Aber die Migros-Führung war besonders unter Bolliger verblendet. Bolliger besass ja auch die Frechheit, Einkaufstouristen zurechtzuweisen, während die Migros schon fast alles aus China importiert. Man muss schon auf einem sehr hohen Ross sitzen, um sich so bigott zu verhalten.

 

Und vermutlich hat man im Management auch recht Angst, durch Internet können sich die Genossenschafter heutzutage sehr einfach und schnell organisieren, davor haben die vermutlich fast Panik. Und je mehr Genossenschafter, umso schwieriger ist ein einfaches Mehr zu erreichen, also hat die Migros Interesse an möglichst vielen Genossenschaftern. Der M-Frühling versuchte es damals mit Unterschriftensammlungen vor den Filialen, so war es eigentlich unmöglich, ein Mehr zu erzielen. Heute siehts anders aus.

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Re: Betreff: NonFood: Wieviel Produkte aus China

@AlMiDeCoLi

Ich würde noch ergänzen, dass man es imho verbieten sollte, dass eine Genossenschaft so wie die Migros durch ein Management geführt wird und die Genossenschafter entrechtet werden. Eine Genossenschaft zeichnet sich eben durch demokratische Verhältnisse aus, dass jeder Genossenschafter eine Stimme hat, durch Abstimmungen ist somit jeder Genossenschafter an der Führung beteiligt. Die gesamte Macht soll sich eben genau nicht auf wenige Personen eines Managements konzentrieren. Ist das wie bei der Migros der Fall, hat das eigentlich nichts mehr mit einer Genossenschaft zu tun.