Antworten
Neuling
User Avatar
Beiträge: 1
Registriert: vor 3 Wochen

Lieferantenstandards für Gemüse sind nicht ausreichend!

Guten Tag,

 

einer Dokumentation des deutschen Fernsehens in Almeria (Spanien) und Kalabrien (Italien) entnehme ich, dass Betriebe, dem Standard GlobalGAP unterstellt sind, im grossen Massstab die Standards für Arbeitsbedingungen nicht beachten, afrikanische Flüchtlinge systematisch ausbeuten und in Slums dahinvegetieren lassen.

 

Wenn ich dann lese, dass die Migros den Standard GlobalGAP als gleichwertig zu ihrem eigenen Standard anerkennt, dann komme ich rasch zu der Auffassung, dass diese Standards nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben wurden.

 

Diese Standards sind nicht dazu da, Verbaucher zu beruhigen, sondern müssen die Qualität der Produkte, die nachhaltige Produktion und die faire, menschliche Behandlung der Mitarbeiter in der Produktion zu gewährleisten. Das ist nur durch regelmässige, unangekündigte Kontrollen möglich.

 

Ich fordere die Migros deshalb auf, mehr zu tun, um die Überwachung ihrer Standards sicherzustellen und die Anerkennung offensichtlich nicht gesicherter Standards wie GlobalGAP zu beenden.

 

Gleichfalls fordere ich die Migros auf, sich nicht am ruinösen Preisdruck auf Lieferanten zu beteiligen, wie er z.B. bei den Einkäufern deutscher Detailhändler üblich ist. Hier in der Schweiz bezahlen wir faire Preise im Detailhandel. Wir erwarten, dass wir Produkte entsprechender Qualität dafür erhalten.

 

 

Bestseller-Autor
User Avatar
Beiträge: 904
Registriert: ‎25.06.2016

Betreff: Lieferantenstandards für Gemüse sind nicht ausreichend!

Erinnert mich etwas an den Carnauba Skandal letztens da wurde auch sklavenähnliche Bedingungen aufgedeckt, niemand wusste was davon. Migros meinte sie würden ja nur wenig daher beziehen.

https://www.srf.ch/news/schweiz/carnauba-aus-brasilien-sklavenarbeit-unter-palmen-schuften-fuer-sues...

Ich würde auch einem Unternehmen mehr vertrauen der dort wo es die Waren bezieht zu Besuch geht und offen dokumentiert wie es dort aussieht, gilt auch für Betriebe wie Hühnerfarmen oder Schweinestallungen hier. Die mit den Betonböden und wo Muttersäue in einer Stangenvorrichtung bewegungslos stehen müssen. Nicht die aus der Werbung mit frischem Stroh. Oder wie das Gemüse wächst. Um eben auch Positivbeispielen zu vertrauen :)
Profi-Autor
User Avatar
Beiträge: 264
Registriert: ‎04.04.2018

Betreff: Lieferantenstandards für Gemüse sind nicht ausreichend!

Hallo zusammen , es gibt wirklich solche Menschen, die fast unter Sklaven Arbeit ähnlichen Zuständen arbeiten müssen. Da hab ich auch einiges im Kassensturz gesehen. Aber wir Konsumenten haben auch Kleider an, jene werden unter genau so schlimmen nicht Menschen würdigen Zuständen hergestellt. Es wollen auch alle ein Handy aber um die Herstellung kümmert sich auch keiner.

Dem Lieferanten kann man echt keinen Strick drehen, denn sonnst heißt es bald "wenn du das nicht lieferst, musst du morgen nicht mehr kommen es gibt noch andere die jenen Job wollen"
Es ist wirklich so muss ich euch allen Recht geben.

Auch in der Schweiz gibt es solche Zustände, das sogar arbeitslose Schweizer lieber unter der Brücke schlafen als in eine bestimmte Firma (nicht ganz Migros ) arbeiten zu gehen. Nicht wegen dem Job, sondern nur wegen dem Arbeitsklima.

Weil das RAV das weiss, schicken Sie gar keine Schweizer mehr dort hin. So die Realität in der Schweiz. Wir können nicht die ganze Welt retten es tut mir im Herzen weh wenn ich sagen muss, in der Schweiz sollte mal etwas passieren.

Aber ihr beide habt genau so Recht solche Arbeits Bedingungen, geht absolut nirgens.
Autor
User Avatar
Beiträge: 65
Registriert: ‎15.12.2016

Betreff: Lieferantenstandards für Gemüse sind nicht ausreichend!

@Mystery1978

Ist doch eine ein bisschen schwache Ausrede, nur weil Arbeitnehmer zb. in China ausgebeutet werden, ists in der EU auch ok?

Zudem bin ich gar nicht Deiner Meinung, dass die Lieferanten und auch Verkäufer wie die Migros keine Mitverantwortung tragen. Dies gilt imho insbesondere, wenn man wie die Migros von sich selbst behauptet, wie sozial und nachhaltig man doch sei.

Gerade die Migros trägt hier eine sehr grosse Verantwortung, denn sie ist mitschuld an den Zuständen in Spanien! Es sind nämlich immer die Detailhändler in der Grösse einer Migros, die ihre Marktmacht ausnutzen und unrealistische Preisforderungen stellen können und dies leider auch tun. Das Ganze wird stets auf den Produzenten abgewälzt, der dann leider gezwungen ist, Arbeitnehmer auszubeuten, damit er überhaupt noch was verdient.

Und leider zeigt auch diese Episode wiedereinmal, Umsatz ist bei der Migros doch ein bisschen wichtiger, als soziale oder ökologische Werte.

 

Und in der Schweiz hätte ich noch nie solche Zustände gesehen, dass jemand gezwungen wäre, in einer Wellblechhütte zu wohnen, bei uns bezahlt im Notfall das Sozialamt eine Unterkunft. Wenn jemand lieber unter der Brücke wohnt, sei das ihm überlassen, er ist aber sicher nicht gezwungen, dort zu wohnen.

Highlighted
Profi-Autor
User Avatar
Beiträge: 264
Registriert: ‎04.04.2018

Betreff: Lieferantenstandards für Gemüse sind nicht ausreichend!

Guten Tag Migipedia Gemeinde und Community Team

Also Lieferanten sind diejenigen, die Essen , Kleider ect. von A nach B bringen wieso willst du dem einen Strick drehen ? Wenn er nicht liefert, ist er den Job los. Zum Teil müssen die Lieferanten eigene Trucks bringen. Denen wird dann eine Denner Blache gegeben das sind keine Geschäfts Trucks. Weiss ich durch Hintergrund wissen.

Wenn die Lieferung nicht im Verteiler anständig auf die Wägen gerappelt wird, dann kann auch der Beste Fahrer das nicht heil anbringen. Das mit "unter der Brücke schlafen " sagen jene die für eine bestimmte Firma arbeiten gehen sollten es ist Nicht Migros. Diese Firma behandelt Schweizer , halbtags Arbeiter nicht gleich wie Ausländer und Frauen denn Aussländer und Frauen stehen immer besser da. Zum Teil schlafen sie mit denen und... ach ich reg mich nur auf.

Fact ist das es nicht in Ordnung ist wie manche Arbeiter behandelt werden. Und Fact ist auch , wenn der Lager Arbeiter nicht richtig auf die Wägen stapelt ist das nicht des Fahrers Schuld. Selbst wenn Ladung gesichert ist, spätestens in der Filiale fällt das ganze zusammen. Ich weiss von was ich rede glaub mir.

Und nun dein Argument wieso Fahrer Schuld sein sollten @riri77 ich höhre.