Antworten
Autor
User Avatar
Beiträge: 69
Registriert: ‎04.08.2011

E 250 – Natriumnitrit

Liebe Migros - es grenzt an ein Verbrechen, dass ihr dieses Gift in unsere Lebensmittel mischt!!!
Weglassen - ohne Ausnahme! Danke.

E 250 – Natriumnitrit
Anmerkungen
Natriumnitrit ist ein synthetisch hergestellter Konservierungsstoff, der Bakterien, z.B. Clostridium botulinum, abtötet. Wie alle Nitrite entsteht auch Natriumnitrit aus Nitrat, was ein natürlicher Bestandteil von Salat, Gemüse, Früchten und Mineralwasser ist. Eingesetzt werden darf Natriumnitrit zusammen mit Kaliumnitrit ausschließlich in Pökelsalz, das in festgelegten Mengen gepökelten Fleischerzeugnissen und gepökeltem Bauchspeck sowie Gänse- und Entenleberpastete zugesetzt werden darf.

Details
Nitrite haben eine gefäßerweiternde und dadurch blutdrucksenkende Wirkung. Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin wird durch Nitrite so verändert, dass er keinen Sauerstoff mehr binden und transportieren kann. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind bei zu hohen Nitritzufuhren gefährdet, innerlich zu ersticken, da ihr Hämoglobin verhältnismäßig leicht verändert werden kann und auch das Enzym, das diese Veränderung umkehrt, noch unzureichend vorhanden ist. Für Erwachsene gilt Nitrit ab einer Menge von 0,5 g als akut giftig. Außerdem kann aus Nitrit im Zusammenspiel mit bestimmten Eiweißen bei Temperaturen über 130 °C krebserregende Nitrosamine entstehen. Vom häufigen Verzehr wird abgeraten.

Hinweise
Achtung! Wenn Sie Allergiker sind und/oder tierische Produkte meiden und/oder Gentechnik in Ihren Lebensmitteln ablehnen und/oder einen hohen Verzehr von Lebensmitteln mit diesem Zusatzstoff haben, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Community Manager
User Avatar
Beiträge: 1.018
Registriert: ‎14.04.2011

Hallo cracker69 Nitrit in

Hallo cracker69

Nitrit in Form von Pökelsalzen für die Qualität und auch die Sicherheit gewisser Fleischwaren unerlässlich. Sie haben vor allem aber auch eine konservierende Wirkung auf die Produkte und sind heute das wirksamste Mittel geblieben, um das Auftreten von lebensmittelgefährlichen Nahrungsmittelvergiftungen zu verhindern, die durch das Toxin der Bakterie Clostridium botulinum hervorgerufen werden.

Zusatzstoffe zählen zu den am besten untersuchten Substanzen in unserer Nahrung. Der massvolle Konsum von gepökelten Fleischwaren stellt kein gesundheitliches Problem dar. Falls du zugesetzte Nitrite trotzdem meiden möchtest, findest du in unserem Sortiment auch Alternativen wie beispielsweise gekochten Schinken.

Auf der Seite des BAG findest du ausführliche Informationen über Nitrat. Auch über den natürlichen Gehalt von Nitrat in Gemüse und dessen gesundheitliche Auswirkungen: http://www.bag.admin.ch/themen/lebensmittel/04861/04916/index.html?lang=de

Beste Grüsse
Daniel, Migipedia-Team
Autor
User Avatar
Beiträge: 69
Registriert: ‎04.08.2011

Hallo Daniel Vielen Dank für

Hallo Daniel

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Gute Idee, das mit dem gekochten Schinken. Welcher ist das? So viel ich weiss, haben alle Nitritpökelsalz drin. Kannst du mir die Marke mitteilen. Danke.

Und noch ein guter Tipp; es gibt Hersteller von Fleischwaren, die diese Produkte ohne jegliche Zusatzstoffe herstellen. Gibt es übrigens im Reformhaus. Könnte die Migros nicht eine solche Linie auf den Markt bringen. Ich bin überzeugt, dass das einen guten Erfolg sein würde. Die KonsuemntenInnen würden sicher auch gerne ein wenig mehr bezahlen.
Ich würde es sehr begrüssen, wenn du diese Idee weiterleiten könntest. Vielen Dank und ein schönes Wochenende.

Besten Grüsse
Cracker69
Community Manager
User Avatar
Beiträge: 1.018
Registriert: ‎14.04.2011

Hallo cracker69 Gerne. Ich

Hallo cracker69

Gerne. Ich hab nachgefragt und werde dir noch schreiben, welcher Schinken das genau ist.

Deinen Tipp gebe ich natürlich gern weiter.

Dir auch ein super Wochenende!
Grüsse, Daniel
Hobby-Autor
User Avatar
Beiträge: 4
Registriert: ‎05.11.2014

Betreff: Hallo cracker69Nitrit in

Hallo Daniel

"Nitrit in Form von Pökelsalzen für die Qualität und auch die Sicherheit gewisser Fleischwaren unerlässlich."

Das stimmt so nachgewiesenermassen und definitiv nicht! Standard-Ausrede der Fleischverarbeiter-Lobby (Das obige Statement stammt sicher von MiCarna!).
Fact ist: NPS ist einfach superpraktisch (erfüllt 5 Aufgaben aufs Mal) und supergünstig und damit ist die Anwendung von Ersatzstoffen offenbar einfach zu teuer und zu kompliziert. Das einzige Wurstwarenprodukt ohne NPS im mir bekannten Migros Sortiment ist der Parma Schinken von Beretta und auch bei dem gibt es keine Nahrungsmittelvergiftungen.

 

Ich empfehle dringend dem Migros Produkt Management einen Abstecher nach Dänemark:
Dort sind bei den Retailern mindestens 30% des Sortiments an verarbeiteten Fleischerzeugnissen in den Kühlern ohne NPS. Aber eben, vielleicht können ja die Dänen etwas, was wir nicht können... Ich denke esfehlt es bloss am Willen. Sich hinter den BAG Empfehlungen zu verstecken ist doch ziemlich simpel

Ich finde es ehrlich gesagt erbärmlich von der Migros, die Gesundheit, Bio (ja sogar unterdessen Demeter!) und Nachhaltigkeit ganz gross schreibt, dieses Thema einfach mit Plattitüden zu umschiffen.

 

Neben NPS gibt es noch weitere doch eher fragwürdige Zusatzstoffe in auf ersten Blick eigentlich "interessanten" Produkten, welche durchaus kaufwenswert erscheinen: Vor ein paar Wochen gab es Koch-Speck vom Alpschwein im Sortiment: Neben NPS auch noch Zucker und Glutamat drin... wandert direkt zurück ins Regal.... Was bitte soll das denn? 

 

So muss ich bis auf weiteres meine Bio Fleischprodukte anderswo einkaufen, der Umsatz entgeht Migros. Ich denke, es wäre ein grosses Bedürfnis da NPS freie Produkte kaufen zu können und die Migros könnte mit einer Sortimentserweiterung durchaus ein positives Zeichen setzen.

Beste Grüsse, M. Juon

MMM-VIP
User Avatar
Beiträge: 3.781
Registriert: ‎04.11.2010

Betreff: E 250 – Natriumnitrit

Empfehle ¾ Stunden zu investieren und den Beitrag “Wurst mit Nebenwirkungen“ aus der 3sat Mediathek anzuschauen. Dabei wird auch die Firma HANAGAL in Dänemark besucht, die seit mehr als 25 Jahren Bio Fleischwaren ohne Nitrit herstellt.

»Die einzige Art gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.«
Albert Camus
Hobby-Autor
User Avatar
Beiträge: 4
Registriert: ‎05.11.2014

Betreff: E 250 – Natriumnitrit

Die armen Dänen, sind sicher alle vergiftet... ;-)

Hobby-Autor
User Avatar
Beiträge: 4
Registriert: ‎05.11.2014

Betreff: Hallo cracker69Nitrit in

Stille herrscht... das orange M interessiert's wohl gar nicht.... Bravo !!

Autor
User Avatar
Beiträge: 83
Registriert: ‎25.03.2011

Betreff: Hallo DanielVielen Dank für

... auch wir sind auf die Würste ohne Nitrite umgestiegen. Die Haltbarkeit der Würste ist etwas kürzer, dafür tu' ich mir dieses Nitrit-Zeugs nicht an. Wir beziehen sie via Reformhaus von der Bio Metzg AG. Ohne Nitrit... es geht... auch in der Schweiz. Wahnsinn, oder? ;-) 

Community Manager
User Avatar
Beiträge: 16.520
Registriert: ‎07.12.2009

Re: Hallo Daniel Vielen Dank für

Hallo zusammen, vielen Dank für eure Beiträge. Nitritpökelsalz verhindert das Wachstum von krankmachenden Bakterien, ist zuständig für die rötliche Farbe und den typischen Geschmack gepökelter Fleischwaren und erhöht die Haltbarkeit durch Verlangsamung der Fettoxidation. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass bei der Verdauung von Gepökeltem ungesunde Nitrosamine entstehen, welchen eine krebserregende Wirkung nachgesagt wird. Zum Schutz der Gesundheit gibt es daher gesetzlich festgelegte Höchstmengen von Nitritpökelsalz in Fleischwaren. Ausserdem sollten gepökelte Fleischwaren mit Mass konsumiert werden. Nähere Infos dazu findet ihr hier: http://www.sge-ssn.ch/ich-und-du/essen-und-trinken/ausgewogen/schweizer-lebensmittelpyramide/.

Aus technologischer Sicht gibt es heute nur wenige Alternativen zu Nitritpökelsalz. Nicht gepökelte Produkte können beispielsweise mit Randensaft gefärbt werden, damit sie ansprechender aussehen. Am Geschmack ändert sich dabei aber wenig. Weiter könnte Gemüsepulver verwendet werden. Diese sind natürlicherweise reich an Nitrat/Nitrit. Der Effekt wäre der Gleiche und die im Produkt enthaltenen Mengen ebenfalls. Daher sind diese Alternativen für uns keine Option.

Die teuren Parmaschinken aus Italien werden nur mit Salz und viel Zeit (Reifezeit >12 Monate) haltbar gemacht. Wir führen folgende Produkte in unserem Sortiment:

- Beretta Prosciutto di Parma (Artikelnr. 233012881000)
- Ferrarini Prosciutto di Parma (Artikelnr. 233012884000)
- Prosciutto di San Daniele (Artikelnr. 233012253000)

Des Weiteren haben wir auch diverse Kalbs- und Schweinsbratwürste ohne Nitritpökelsalz im Angebot.

Liebe Grüsse, Luisa