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Betreff: Amigos - Gratislieferung während der Adventszeit...

Hallo @Cinderella1925

 

Ich wusste als Forist des Erstbeitrages schon, dass es sich um ein Pilot in Zürich und Bern handelt und diese dauern ja bekanntlich einige Zeit. Deshalb war ich und meine Bekannten - die alle ausserhalb des Pilotgebietes wohnen -  überrascht ob diesem persönlichen Mail, weil es den Eindruck hinterliess, dass Amigos jetzt schweizweit eingeführt wurde.

 

Aus dem Mail ging hervor, dass während der Adventszeit die Migros den "Botenlohn" übernimmt, d.h. für den Empfänger ist es eine Gratiszustellung, der Bringer bekommt trotzdem die Entschädigung für seine Arbeit.... einfach durch die Migros bezahlt. 

 

Nun - dieses Prinzip "Amigos" gibt es ja schon immer im engsten Freundes- und Familienkreis und die Empfänger sind dann einfach ältere oder in der Mobilität sonst eingeschränkte Personen und bei den Produkten sind es dann Artikel, die "Kilo" haben - es wird privat unter sich abgewickelt. 

 

Das System wäre an sich gut für in der Mobilität eingeschränkte Leute, die nicht über einen engen Freundes- und Familienkreis verfügen, wo kurzfristig eine günstige Dienstleistung abgerufen werden kann. Wahrscheinlich scheitert es bei vielen an der IT-Ausrüstung (PC, Smartphone) und an der Kreditkarte... denn ohne diese beiden Einschränkungen wäre ja der Heimlieferdienst leShop eine Alternative, auch wenn dort nicht alles innerhalb 2-3h ablaufen kann. 

 

Beim Bringer sehe ich das Problem beim Handling - man macht ja dies, wenn man selbst noch einkauft, z.B. mit Self-Scanning ... und dann noch eine 2. Bestellung ???. Die Arbeit beinhaltet ja Einkauf, Bezahlung, Transport und Auslieferung und nicht eine Abholung von bereits verpackten und bezahlten Taschen an der Information.... die Migros ist nur der Vermittler der Bezahlung, d.h. ich erleide keine finanziellen Verluste (Nichtbezahlung des Einkaufs, kein Entgelt für die Arbeit). 

 

Ausser Standardsätzen (die auch fiktiv zusammen gesetzt sein könnten) habe ich bisher nie etwas gehört - also keine spontanen Äusserungen.... oder irre ich mich da ? 

Erlebnisse - positive-wie negative - würden mich interessieren... 

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Hallo @Tessin,

 

Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen ! Das hat die Migros BE und ZH bestimmt ein kleines Vermögen gekostet.

Bei mir selber würde die Sache an den fehlenden Smartphone und Kreditkarte scheitern. Danke, dass Du mich schon gewarnt hast und ich mich nicht vergeblich freue.

 

Ich hoffe auch, dass das Prinzip nicht so kompliziert ist wie z. B. das von Needhelp, wo Oma 40 Seiten AGB durchackern muss, https://www.needhelp.com/doc/CGU-CH-de.pdf

bevor sie jemanden suchen darf, der ihr eine elektrische Glühbirne wechselt.

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@Cinderella1925

Als Besteller braucht man zwingend eine Kreditkarte, aber bestellen kann er am PC - er braucht kein Smartphone . Die Kreditkarte braucht er deshalb, weil exakt beim Bezahlvorgang des Bringers der Betrag + Botenlohn auf der Kreditkarte reserviert wird - die definitive Belastung wird gemacht, wenn der Besteller die Ware erhalten hat und damit zufrieden ist.

 

Der Bringer braucht  zwingend ein Smartphone, wo die Amigos-App drauf ist. Auf dieser App erscheint dann bei allen Bringern der Umgebung auch die Meldung des Besteller und der erste Bringer, welcher akzeptiert, erhält den Auftrag. Er kauft ein und bezahlt an der Kasse oder SelfCheckaout mit dem von ihm gewählten Zahlmittel.  Wahrscheinlich wird bei dieser ganzen Liste auf der App auch ein QR-Code angezeigt, denn die Migroskasse oder Subito-Station muss ja wissen, welcher Kreditkarte der Einkauf reserviert werden muss. Die eigentliche Bezahlung erfolgt aber zuerst einmal durch den Bringer. - Sobald die Ware richtig ausgeliefert und vom Besteller akzeptiert wurde, macht Migros eine Überweisung auf das vom Bringer hinterlegte Debitkonto + Lohn für die Arbeit (7.90 + 2.00 je weitere Tasche).... heisst doch, ich sollte diese Aufträge mit dem gleichen Debitkonto bezahlen, um die Übersicht über die eigenen Einkäufe zu haben...  aus meiner Sicht für den Bringer doch recht umständlich, wenn man diesen Botenlohn von 7.90 + 2.00 pro weitere Tasche betrachtet. Da stellt sich bei mir noch die Frage, wie das mit den zusätzlichen Taschen geregelt ist.... ;-)

 

Im Bekanntenkreis/ Nachbarschaft kann man das natürlich viel einfacher regeln: Der Besteller übergibt dem Bringer einen Einkaufszettel Als Bringer gehe ich dann durch die bediente Kasse und lege alle eingekauften Artikel aufs Band - die eigenen Einkäufe getrennt durch den "Markierstab nächster Kunde" - die Artikel des Bestellers bezahle ich bar, auch wenn ich den eigenen Einkauf mit Karte bezahle. Ich liefere aus und erhalte den Betrag samt Trinkgeld in bar zurück. 

Alternativ kann man es auch mit einer geladenen Migros Cashcard (Geschenkkarte) machen - auf dem Kassazettel steht ausser dem bezahlten Betrag der neue CashCard-Saldo -- für den Besteller transparent und nachprüfbar... dann erhält man einfach ein Trinkgeld in bar. 

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Vielen Dank @Tessin ! Somit sind die Amigos nichts für Leute mit zu wenig Einkommen für eine Kreditkarte Smiley (traurig)

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@Cinderella1925 ach die werden einem doch hinterhergeworfen mittlerweile, oder dann die PrePaid Kreditkarte (erst Geld aufladen dann davon abbuchen) was nicht bedeutet dass es nicht umständlich ist
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Mit einer Prepaid zahlt man zu viel drauf Smiley (traurig) .

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[ Bearbeitet ]

@Cinderella1925 : Da hast schon Recht, bei den meisten Anbietern von Prepaidkarten muss man für das Aufladen eine Taxe bezahlen. Man kann allerdings auch eine normale Kreditkarte als Prepaid nutzen, denn Konto und Referenznummer bleiben sich immer gleich. 
@Bodenseeknusperli sagt es ja - die Kreditkarten werden einem regelrecht nachgeworfen und man muss eher besorgt sein, dass sie einen nicht zu kreditwürdig einschätzen... ;-)
Alternativ wäre noch die Möglichkeit von PickMup durch leShop, allerdings ist der Mindestbestellpreis 99 CHF und nicht im Alpenbogen Sion-Buchs SG möglich - aber sonst sogar Gratislieferungund es funktioniert auch mit Tiefkühlprodukten und gegen Rechnung (wenn Bonitätsprüfung ok).